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Bye Bye XP… – Hello Ubuntu!

by Clemens Bartz on 13. May, 2010

Der alte Laptop meiner Eltern war vor knapp einer Woche angekommen und ich hatte schon Beschwerden gehört, dass er sehr langsam ist. Also habe ich mich kurzerhand dazu entschieden, Ubuntu auf diesem Rechner zu installieren, was ich dann auch am Dienstag vollzogen habe.
32 bit oder 64 bit?
Als Erstes musste ich natürlich Windows herunterladen. Ich das per Torrent-Datei gemacht. Ungefähr nach zehn Prozent heruntergeladener Datei, ist mir aufgefallen, dass ich eine 32 bit Version runterlade. Kein Problem dachte ich, da Win XP nur auf englisch als 64 bit Version verfügbar sein sollte. Zur Sicherheit habe ich dann erstmal das Laptopgehäuse abgesucht und ein Symbol mit der Aufschrift “AMD Turion 64″ gefunden. Sollten etwa 2005 (ja, so alt ist der Rechner) schon 64 bit Prozessoren mit Win XP ausgeliefert worden sein? Ich habe mir dann Everest heruntergeladen, um das zu überprüfen. Und tatsächlich stand da drin x86, x86-x64, was auf eine 64 bit Architektur deutet. Dieser Rechner ist also einer der wenigen, die mit dieser außergewöhnlichen Kombination an Prozessor-Betriebssystem ausgeliefert worden ist. Dadurch musste ich den Download abbrechen und den amd64-Download starten. Dieser ging deutlich langsamer. Nach 1 1/2 Stunden war der Download dann fertig.

Keine DVD!
Wohlwissen, dass ich diesen Download durchführen werde, hatte ich mir eine DVD mitschicken lassen, auf die ich dann die Linux-Distribution spielen wollte. Als ich Nero das Image anbot und auf die DVD verwies, meldete er mir, ich muss eine CD einlegen. Also habe ich so ein 5er-Pack CDs gekauft und drauf gebrannt.

Sicherheitskopie anlegen
Bevor ich mit der Installation beginnen wollte, habe ich nochmal schnell eine Sicherheitskopie meiner Daten gemacht. Allerdings habe ich da meinen Email-Zertifikatskey vergessen, weshalb da nochmal eine Änderung stattfinden muss. Wie sich bei anschließenden Neustart zeigte, war es eine gute Entscheidung. Der Rechner besaß zu diesem Zeitpunkt nur eine Installation. Das wäre kein Problem gewesen, hätte man Windows vorher nicht defragmentiert. So belegte Windows die gesamten Partition und ich musste beim Installieren von Ubuntu 10.04 Lucid Lynx die gesamte Partition löschen. Nachdem Neustart habe ich alle Daten zurück kopiert.

Kein WLAN!?
Diesen ganzen Vorgang habe ich im Hostel gemacht, was also bedeutet, dass ich mich z. B. zum Download ins WLAN einwähle, meine Login-Daten eingebe und dann verbunden werde. Nach der Ubuntuinstallation hatte ich aber ein ganz anderes Problem: Kein WLAN. Und so habe ich hier den Accesspoint abgebaut und den Netzwerkstecker einfach in den Laptop gesteckt. Die Lösung des Problems war denkbar einfach: Das WLAN-Teil (von Broadcom) ist propietäre Software und wird deshalb nicht mehr nativ unterstützt. Die Lösung habe ich im offizielle Ubuntuforum gefunden:
sudo apt-get update&&sudo apt-get upgrade
sudo aptitude reinstall bcmwl-kernel-source

Danach lädt er zig Dateien nach und fragt nach einem Neustart, ob man auch die Treiber für das “unbekannte Gerät” herunterladen möchte.

Wunschlos glücklich?
Kann man so unterschreiben. Rhythmbox kann meinen iPod lesen und abspielen, nur die Codecs musste ich nachladen. Skype funktioniert sehr gut und ist, meiner Meinung nach, nicht so überladen wie die Windowsversion. Als IM-Client benutze ich Pidgin, das Mailprogramm ist das eingebaute Evolution. Mit dem installierte Bittorrent-Client kann ich mich nicht anfreunden, der unterstützt keine Feeds. Es wird da wohl auf Wine mit µTorrrent hinauslaufen. Für mich war auch wichtig, die Icons zum Schließen, Minimieren und Maximieren wieder in die richtige Reihenfolge zubringen. Dazu findet man bei Heise eine sehr gute Beschreibung.
Bisher ist vor allem die Start- und Herunterfahrgeschwindigkeit atemberaubend. Windows brauchte seiner Zeit ca. zwei Minuten, bis man das erste Programm starten kann. Bei Linux ist schon nach ca. 30 Sekunden der Fall.
Ich werde weiter darüber berichten, was mir so auffällt.

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