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iPhone 4 – Eine Hardwareanalyse

by Clemens Bartz on 09. June, 2010

Das Lieblingsobjekt der iGeneration hat Einzug gehalten:

Als Steve P. Jobs, der große Messias, predigend vor seinen treuen Schäfchen stand, schwebte wieder ein süßer Apfelduft durch das Moscone Center in San Francisco. Doch diesmal hatte die Kuchenbäckerei wohl den Lehrling mit dabei und konnte der vertraute Bietrinker den Geruch des Gerstensaftes wahrnehmen.

Das iPhone 4, welches 40 % des Konzerumsatzes ausmacht, ist gestern vom Chef persönlich veröffentlicht worden. Während bei basicthinking.de von Verbesserungen, aber keinem revolutionären Gesamtpaket. Für die Welt (welt.de), die auch schon mit einer Anwendung auf iPhone und iPad präsent ist, titelt, dass es dünner und edler sei. Was an den Neuigkeiten “neu” sein soll, bleibt zu überlegen. Denn der Biergeruch bei der Vorstellung könnte damit zusammen hängen, dass das iPhone genau so aussieht, wie die Gizmodo-Variante. Dies wird auch als Grund für das Aussperren der Gizmodo-Blogger gehandelt. Da man über die Software heitere Diskussionen führen kann, möchte ich hier die reine Hardware sprechen lassen. Ich möchte das iPhone 4 hier mit einigen anderen Geräten vergleichen. Unter anderem wird das iPhone 3GS (der Vorgänger) dabei sein. Bitte da also immer auf die richtige Version achten.

Funk, Funk, Funk

Die erste, wichtige Änderung ist die Erweiterung auf UMTS Quadband. So wird im Vergleich zum Vorgänger auch das UMTS Band 900 MHz unterstützt. Der HSDPA-Empfänger ist immer noch der gleiche und bietet eine Geschwindigkeit von bis zu 7,2 MBit/s. Dies entspricht im Groben der breiten Masse. Obwohl das neue Motorola Milestone XT720 bis zu 10,2 MBit/s erreichen kann, bleibt abzuwarten, ob die Anbieter da mitspielen. Derzeit unterstützt nur O² 7,2 MBit/s. Die interessanteste Entwicklung, für mich persönlich, ist die Unterstützung von Wi-Fi 802.11 n. Damit steigt die Firma aus Cupertino auf den Datenexpress auf. Nur Samsung und Blackberry können, Stand jetzt, mit jeweils zwei Geräten die gleiche Geschwindigkeit bieten. A-GPS ist auch dabei.

Handlich?

Im Vergleich zum Vorgänger ist das iPhone 4 gewichtsmäßig etwa gleich geblieben. Doch das Volumen hat sich gewaltig reduziert. Etwas weniger als 63 cm³ stehen zu Buche. Das sind fast 30 % weniger gegenüber dem Vorgängermodell (~88 cm³). Htc Desire (85 cm³) und Motorola Milestone XT720 (77 cm³) können da nicht mithalten. Samsung I9000 Galaxy S bleibt zwar volumenmäßig auch nicht hinterher (78 cm³), kann aber durch das geringere Gewicht (nur 118 g) punkten.

Equipment

Ausgestattet ist das Gerät nur mit einer 3,5 mm Buchse. Es kann keine Erweiterung mit einer Speicherkarte getätigt werden. Das iPhone 4 ist dafür in den Varianten 32 GB und 64 GB zu erhalten. Es verfügt über eine Front-Kamera (“FaceTime”), die bei Nokia-Geräten schon seit einer gefühlten Ewigkeit dabei waren und einer 5 MP Kamera mit LED-Flash. Diese kann auch HD-Videos aufnehmen. Bei der Kamera wird es aber schwierig werden, den Platzhirschen Samsung (i8910 Omnia HD) und den schon vom Featurephone-Markt bekannten Sony Ericson (XPERIA X10) Konkurrenz zu machen.

Unter der Haube

Da steht Apples Meisterwerk in Sachen ARM-Architektur: Ein Apple A4, wie er auch schon im iPad gefunden werden kann. Dieser läuft mit 1 GHz. Am Arbeitsspeicher hat sich dagegen nichts getan. Es bleibt bei 256 MB RAM. Dies ist gerade dahingehend verwunderlich, weil HD-Videos aufgenommen werden sollen bzw. Multitasking von Softwareseite unterstützt werden soll. Hier bietet z. B. das Nexus One mit 576 MB schon doppelt so viel.

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Ja! Das Display ist größer geworden. Wie schon die Crew von Bitsundso durch verschiedene Kreise erfahren hat, hat sich die Pixelanzahl zum iPhone 3GS verdoppelt. Mit einer Flächendiagonale von nur 3.5 inches werden 640 x 960 Pixel dargestellt. In dieser Kategorie ist das iPhone unschlagbar auf Platz Nummer 1.
Der Bildschirm  soll wie immer Kratzer abhalten, dreht automatisch mit und bietet ein Multitouchinterface. Auch Fingerabdrücke sollen nicht zu sehen sein.

Das war es in der Kürze über die Hardware des iPhone 4. Die Hardware ist meiner Meinung nach keine Revolution, betrachtet man die einzelnen Punkte im Detail. Wirft man aber einen Blick auf das Gesamtpaket, so hat Apple wieder einen Standard gesetzt, der für ein weiteres Jahr Verkäufe reichen wird.

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